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Biberfell
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Ehemals galt der Biber wegen seines Fells im Handel als der „König der Pelztiere“. Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts wurde das Biberfell in Nordamerika sogar als Zahlungsmittel benutzt, alle GĂŒter orientierten sich im Handel mit den Indianern am Wert eines Biberfells. Der Biber war dort das Hauptobjekt des Pelzhandels. Den hohen Wert machte viele Jahre lang nur das weiche Unterhaar des Bibers aus, aus dem die hohen breitrandigen, so genannten KastorhĂŒte gefertigt wurden, und weniger das Fell insgesamt. Aber beispielsweise auch 2019 dominierten bei geringer Nachfrage aus der Bekleidungsbranche auf einer Auktion die Hutmacher den Verkauf.cite-ref-1[1]

Abgesehen von der verschiedentlichen Nutzung durch die einheimische Bevölkerung werden die Felle etwa seit 1830 fĂŒr Bekleidungszwecke verwendet, wo sie Eingang in die europĂ€ische Pelzwirtschaft fanden.cite-ref-biber-und-fellwerk-2-0[2]cite-ref-lorenz-3-0[3] Aus den DrĂŒsensĂ€cken des Tiers wird das Bibergeil gewonnen, noch um 1850 ein hĂ€ufiges und teuer bezahltes Arzneimittel, heute vor allem ein Bestandteil einiger ParfĂŒms.

Dieser Artikel behandelt die Felle des nordamerikanischen Bibers, im Handel meist kanadischer Biber genannt, und des europÀischen Bibers in ihrer Eigenschaft als Handelsware.

Contents

‱ Geschichte
‱ Das Fell
‱ Handel
‱ Anmerkung
‱ Siehe auch

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Geschichte

Mittelalterliche ErwĂ€hnungen lassen erkennen, dass Biberfelle damals, wenn auch in geringerer Menge als die Felle einiger anderer Pelzarten, zu den, auch internationalen, Handelsartikeln zĂ€hlten. Der arabische Dichter Nezāmi nennt unter den zahlreichen Fellen, die Alexander dem Großen vom Herrscher des Königreichs SerĂźr verehrt wurden, auch den glatten Biber.cite-ref-4[4] Ein anderer Araber, der Geograph Ibn al-Faqih (10. Jh.) schreibt: „Was die slawischen Kaufleute anlangt, so fĂŒhren sie Fuchs- und Biberfelle vom Ă€ußersten Slawenlande mit sich und bringen sie nach dem MittellĂ€ndischen Meer.“cite-ref-5[5] Nach Abu Abdallah JĂąqĂ»t (* 1179; † 1229) wird Biber (qundus) aus dem slawischen Norden bezogencite-ref-6[6], ebenso von Ibn Hauqalcite-ref-7[7]. Dimeschqi vermerkt, dass Biber (qundus) und Zobel ĂŒber das Schwarze Meer und das Asowsche Meer nach SĂŒden eingefĂŒhrt werden.cite-ref-8[8] Durch den Fellhandel fand auch der indogermanische Name des Bibers Eingang in das Arabische. Das germanische bĂ«bru- (ahd. bibar), altslawisch bebrъ wird von einigen arabischen Schriftstellern der orientalischen Bezeichnung kelb el-mĂą „Hund des Wassers“ vorgezogen.cite-ref-9[9]

In der islĂ€ndischen Heimskringla wird von der Fahrt von Thore Hund, Karli und 105 Genossen im Jahr 1026 zum Fluss Drina berichtet. Sie kauften dort zunĂ€chst auf einem „Markte“ viel Grauwerk, Biber- (bjĂŽrskinn) und Zobelfelle. SpĂ€ter allerdings sagten sie jedoch den Frieden auf und heerten im Lande.cite-ref-10[10]

Auch das Bibergeil, dem eine besonders große Heilkraft zugesprochen wurde, war zu der Zeit bereits sehr begehrt.cite-ref-11[11]

Als Pelz wird der Biber in der Kleiderordnung Karls des Großen erwĂ€hnt. Im Mittelalter lag der Biberfellpreis gleich unter den am höchsten bewerteten Luchsen und den schwarzen FĂŒchsen. FĂŒr einen vollstĂ€ndigen Pelz rechnete man zwölf Felle. Der Umstand, dass dies ein ganz beachtliches Gewicht ergab, dĂŒrfte ein wesentlich Grund dafĂŒr gewesen sein, dass die Felle spĂ€ter fast nur noch zu BesĂ€tzen, Kragen und Futtern verarbeitet wurden.cite-ref-hinze-12-0[12] Das FĂ€rben von Fellen zur Verbesserung ihres Aussehens, in der Regel ein Nachdunkeln, war bis nach dem ausgehenden Mittelalter in Deutschland in der Regel verpönt. Im Jahr 1485 lassen sich die Breslauer KĂŒrschner dies noch einmal vom Rat der Stadt bestĂ€tigen, mit dem ausdrĂŒcklichen Verweis auf Biberfelle. Weder die heimischen KĂŒrschner noch AuswĂ€rtige durften auf den JahrmĂ€rkten gefĂ€rbte Felle oder Pelzwaren anbieten.cite-ref-wiggert-13-0[13]

Von ihrer Entdeckungsreise im Jahr 1788 im Auftrag des russischen HĂ€ndlers Iwan Schelichows zu den Tschuktschen brachten die Seeleute auch Biberfelle mit. FĂŒr die Biber bezahlten sie der Bevölkerung der Inseln am Kap Saint Elias acht bis neun Schnuren Schmelzperlen, fĂŒr ein Otterfell und fĂŒr BiberschwĂ€nze je fĂŒnf Korallen. „Mit grĂ¶ĂŸtem Interesse studiert man die Sitten und GebrĂ€uche der Eingeborenen, deren Kleidung vorwiegend aus Biber, Zobel-, Vielfraß- und Murmelfellen bestand“, so Emil Brass.cite-ref-14[14] Das erste Schiff des Schelichow unter dem Steuermann Pribyloff kam nach Ochotsk zurĂŒck mit einer Ladung von 2000 Biberfellen, 40.000 Seeotter- und 6000 Blaufuchsfellen. Bereits diese erste seiner Fahrten machte Schelichow zum reichsten Mann von Ochotsk.cite-ref-15[15]cite-ref-16[16]

Der erste amtliche Tribut, den Atlassow als Kaufmann von Kamtschatka nach Jakutsk schickte, bestand aus 3200 Zobelfellen, vier Fischotterfellen und zehn Seeotterfellen („Kamtschatkabiber“), zehn Graufuchsfellen, 191 Rotfuchsfellen sowie sieben Biberfellen.cite-ref-17[17]

In Sibirien gehörte der Biber zu den zahlreichsten Tieren und den wichtigsten Felllieferanten. Es gab eine eigene Zunft von BiberfĂ€ngern, die „Bobrowniki“. Die Tiere wurden so stark bejagt, dass Anfang des 20. Jahrhunderts nur noch kleine RestbestĂ€nde in entlegenen Sumpfgebieten vorhanden waren. Seit 1924 stehen die RestbestĂ€nde dort unter strengem Schutz und die BestĂ€nde vergrĂ¶ĂŸern sich langsam.cite-ref-fr-nkel-18-0[18]

WĂ€hrend in den westlichen LĂ€ndern die Verwendung der Biberfelle zu Bekleidungszwecken erst um 1850 begann, wurden sie in Russland und China schon frĂŒher hierfĂŒr genutzt. Bereits Ende des 17. Jahrhunderts wurden große Mengen der schwarzen Felle als Castor de Moscovie von Kanada nach Russland exportiert. Von Moskau aus gingen dann ĂŒber Kiachta große Mengen nach China. Von 1817 bis 1819 kamen beispielsweise 19.000 amerikanische Biberfelle nach Kiachta, 1841 bis 1843 waren es 30.827. Im Jahre 1911 schrieb Brass, heute kommen fast keine mehr dorthin.cite-ref-brass-19-0[19]cite-ref-brass-1925-20-0[20]cite-ref-21[21] In frĂŒheren Jahrhunderten wurden die Felle in der Mongolei vielfach zu PelzmĂŒtzen verarbeitet.cite-ref-22[22]

Die Biberkriege, auch Franzosen- und Irokesenkriege genannt, waren eine ununterbrochene Folge von Konflikten, die zwischen 1640 und 1701 im östlichen Nordamerika zwischen der Konföderation der Irokesen und ihren mit Frankreich verbĂŒndeten NachbarstĂ€mmen ausgetragen wurden. Der Name Biberkriege fĂŒr eine der wohl blutigsten Auseinandersetzungen in der Geschichte Nordamerikas zeigt, welche Bedeutung dem Fell zu der Zeit in der amerikanischen Wirtschaft und besonders fĂŒr die Urbevölkerung zukam. Die Irokesen versuchten ihr Territorium auf das Gebiet der benachbarten StĂ€mme, hauptsĂ€chlich Algonkin, auszudehnen, um so als Mittler im Fellhandel zwischen den Franzosen und den westlichen StĂ€mmen auftreten zu können. Die Expansion der Irokesen unter der FĂŒhrung des Mohawk-Stammes und die Vertreibung der unterlegenen StĂ€mme verĂ€nderte die Stammesgeographie im gesamten Nordamerika.

Etwa um 1700 mussten in Kanada alle Biberfelle an die dort jeweils regierende Handelskompagnie abgeliefert werden, anfangs zu einem festen Durchschnittspreis von 4 œ Franc per Pfund, spĂ€ter teilte sie die Ware in verschiedene Sorten auf und zahlte unterschiedliche Preise. Die teuersten waren mit 18 Franc die ganz weißen, von denen 1911 RauchwarenhĂ€ndler Emil Brass schreibt, dass „dieselben noch viel seltener geworden, und ich habe unter etwa œ Million Biberfellen nur zwei weiße gesehen“. Die nĂ€chste Preisstufe waren „die feinen schwarzen „Castor die Moskovy“, die schon damals zur Pelzwerkbereitung nach Russland gingen und 6 Franks per Pfund kosteten. Alle ĂŒbrigen Sorten, bei weitem die Mehrheit, dienten der Filzhutproduktion“.

UrsprĂŒnglich wurden HĂŒte aus ganzen Biberfellen gearbeitet, die wegen ihres ansehnlichen Gewichts nur als wĂ€rmende winterliche Kopfbedeckung getragen wurden. Indem man die Haare abschor und in einem Luftstrom die harten Grannen vom weichen Unterhaar trennte, konnte man sehr leichte FilzhĂŒte, bis hinab zu 42 Gramm, fertigen.cite-ref-hinze-12-1[12] Zum Verfilzen eignete sich am besten die Sorte „Castor gras“, fette Biber. Das waren bereits verarbeitete Felle, die von den Indianern schon so lange getragen oder als Bettdecken benutzt waren, dass die Grannenhaare ausgefallen und das Wollhaar ganz verfettet war. FĂŒr sie wurde 4 œ bis 5 Franc fĂŒr das halbe Kilo bezahlt. Die nĂ€chste QualitĂ€t war „Castor demi gras“, noch nicht so lange getragene Biberpelze mit einem Preis von 3 œ Franc und zuletzt frische Felle mit 2 œ Franc. Bei den EnglĂ€ndern in Boston und Newyork wurden wesentlich höhere Preise erzielt, und so entwickelte sich ein lebhafter, aber streng verbotener Schleichhandel zum englischen Gebiet, „an dem sich nicht nur die Kaufleute, sondern auch die Jesuiten und nach Angabe des Pater Lahontan, selbst der Gouverneur des Landes, de Barre, lebhaft beteiligten“.cite-ref-brass-1925-20-1[20] Ein Fell ergab etwa ein dreiviertel Kilo Haare; daraus ließ sich ĂŒber ein Dutzend HĂŒte machen. Grannenhaare sind zum Verfilzen ungeeignet; sie lieferten noch Handschuhe, StrĂŒmpfe und Malerpinsel.cite-ref-hinze-12-2[12]

Nachdem der Biber um 1900 in Teilen Kanadas fast ausgerottet, in großen Teilen stark dezimiert war, wurden in letzter Minute effektive Schutz- und Schongesetze erlassen und der Biber auch dort wieder ausgesetzt, wo er einst gelebt hatte. Bereits 1961 wurde die Erlaubnis zum Fang von 33.400 Bibern erteilt, der sich in den Jahren darauf steigerte. Der Fang von Bibern und anderen Pelztieren bildet die Existenzgrundlage mancher Indianer, die auch das Biberfleisch als Nahrung nutzen. Mittlerweile haben die Biber sich so stark vermehrt, dass der Bestand genau ĂŒberwacht wird und sie auch zum Schutz des Baumbestands gefangen werden. Der Fang selbst ist streng geregelt.

Der Biber wurde zu einem offiziellen Emblem Kanadas, am 24. MÀrz 1975 erhielt er durch den act to provide for the recognition of the beaver (castor canadensis) as a symbol of the sovereignty of Canada die königliche Anerkennung.

In Nordamerika galt in frĂŒheren Jahrhunderten das Biberfell als Zahlungsmittel. Die Hudson’s Bay Company, die den Biber als Wappentier fĂŒhrt und ihr Handelshaus in London „Beaver House“ genannt hat, hatte im 17. und 18. Jahrhundert unter anderem folgende, sich alle am Biberfell orientierende Tauschtarife (siehe auch Pelzhandel in Nordamerika)cite-ref-fr-nkel-18-1[18]:

| Anzahl der Felle | Gegenwert | | Anzahl der Felle | Gegenwert |
|---|---|---|---|---|
| 15 Biberfelle | eine Flinte | | 5 Biberfelle | eine wollene Decke |
| 3 Biberfelle | ein Dutzend Messer | | 2 Biberfelle | ein Pfund Tabak usw. |
| 2 Biberfelle | eine Axt | | ein Schwarzfuchs war ranggleich 20 Biberfellen. | ein Schwarzfuchs war ranggleich 20 Biberfellen. |

Setzten die enormen Preise, die die Indianer fĂŒr europĂ€ische Waren zahlen mussten, die Zeitgenossen schon damals in Erstaunen, so ist dies doch eine bereits etwas verbesserte, reglementierte Liste. Noch weniger reell liest sich, dass fĂŒr eine Flinte so viele Biber aufgeschichtet werden mussten, wie dieselbe lang war. Was dazu gefĂŒhrt haben soll, dass die den Indianern eingetauschten Gewehre jedes Jahr lĂ€nger wurden.cite-ref-23[23]

Die Zucht der Biber in Gehegen ist mehrfach versucht worden, auch in Amerika. Im Jahr 1898 wurde am GrĂŒnen See im Norden der kanadischen Provinz Saskatchewan eine große FlĂ€che Sumpfland eingezĂ€unt und mit fĂŒnf Biberpaaren besetzt. 1902 konnte man bereits 150 Felle verkaufen.cite-ref-24[24] Etwa 1925 begann der Amerikaner Mark Weaver (* 1893; † 1981cite-ref-25[25]) Biber zu zĂŒchten, 35 Jahre spĂ€ter hatte er Farmen in den Staaten Washington, Oregon, Montana, Idaho, Utah, Wyoming und Kalifornien mit ungefĂ€hr 5000 Zuchttieren, ohne dass er ein Fell verkaufte. Er glaubte auch nicht, seine Produktion in absehbarer Zeit regulĂ€r auf den Markt bringen zu können. Er versuchte Mutationen zu erzeugen, von denen er meinte, dass sie eine gute Zukunft haben wĂŒrden. Eine goldene und eine rein schwarze Art hatte er bereits erzielt.cite-ref-26[26] Jedoch ist man dazu ĂŒbergegangen, gezĂŒchtete Tiere wieder in die freie Wildbahn auszusetzen, da sich die ErnĂ€hrung der Tiere und der Bedarf an großen, eingezĂ€unten FlĂ€chen als sehr schwierig erweist.cite-ref-fr-nkel-18-2[18] Immerhin wurden 1965 in 60 Farmen mehr als 20.000 kanadische Biber gehalten. Besonderer Wert wurde dabei tatsĂ€chlich auf Mutationsfarben gelegt, da sich deren Felle zu höheren Preisen verkaufen ließen.cite-ref-pelztieratlas-27-0[27]

Das Fell

Nennenswerte Unterschiede zwischen dem amerikanischen und europĂ€ischen Biber gibt es nicht. Die beiden Biberarten können bis zu 1,40 m lang werden, die durchschnittliche FelllĂ€nge betrĂ€gt 75 bis 95 cm. Die GrĂ¶ĂŸenunterschiede zwischen den Geschlechtern sind gering. Der Kopf ist kurz mit einem kurzen, dicken Hals, die Ohren sind klein.

Die Unterwolle ist auffallend dicht und fein. Sie wird vom RĂŒcken nach den Seiten und der Wamme zu dichter. Die FĂ€rbung variiert beim amerikanischen Biber im Allgemeinen zwischen Hell- bis Dunkelkastanienbraun (zum Teil mit schokoladenbraunen oder brĂ€unlichroten Tönungen), wobei die Wamme etwas heller und mehr grau ist. Die Unterwolle ist im RĂŒcken dunkelbraun, an den Seiten mehr graubraun bis blaugrau.

Das europĂ€ische Biberfell ist normalerweise ziemlich einfarbig braun (von hellbraun oder fast sandfarben bis dunkelbraun oder rötlich schwarzbraun), die Granne ist etwas heller, im Bereich der etwa die halbe LĂ€nge des Haares einnehmenden Wamme hellbraun. Die Grannenhaare sind an der Basis dunkelbraun, die kurze feine Spitze hat wieder dunklere FĂ€rbung. Die Unterwolle, die völlig von den Grannenhaaren ĂŒberdeckt wird, ist meist heller als das Grannenhaar, am RĂŒcken dunkelbraun, an den Seiten graubraun bis blaugrau. Das in der Wamme kĂŒrzere, dichter stehende Haar ist dort nahezu bĂŒschelförmig verteilt. RĂŒcken und Kopf sind kĂŒrzer behaart.cite-ref-biber-und-fellwerk-2-1[2]

Im Woronesch-Schutzgebiet waren vor 1986 mehr als die HĂ€lfte schwarze Tiere, in zwei weiteren russischen Gebieten wurden einheitlich melanistische Populationen aufgebaut (in Chopjor und an der Petschora).cite-ref-pelztieratlas-27-1[27]

Weiße albinotische und schwarze melanistische Felle sind sehr selten. Auch goldfarbene, blaue und mehrfarbige mit weißem Oberkopf und grauer RĂŒckenpartie sind bekannt geworden. Am Fluss Asas in der russischen Republik Tuwa (sĂŒdliches Sibirien) existiert eine gescheckte Population mit weißen Flecken, Bauch und Pfoten.cite-ref-pelztieratlas-27-2[27]

Kanadische Biber haben eine etwas dichtere und langhaarigere Unterwolle als europĂ€ische. Sie sind meist dunkler, die aus den westlichen und zentralen USA heller, sĂŒdliche rötlicher. Der Haarwechsel erfolgt allmĂ€hlich, wie bei anderen, im Wasser lebenden Pelztieren auch.cite-ref-fr-nkel-18-3[18]cite-ref-pelztieratlas-27-3[27]

Das Fell ist sehr widerstandsfĂ€hig, der Haltbarkeitskoeffizient fĂŒr den Biber wird fĂŒr Felle mit Grannenhaar mit 80 bis 90 Prozent, ohne Grannen mit 70 bis 80 Prozent angegeben.cite-ref-anmerkung1-28-0[Anmerkung 1]cite-ref-haltbarkeitskoeffizient-29-0[28] Bei geschorenen Fellen krĂ€uselt sich, wie beim geschorenen Nutria, das Fell mit zunehmendem Alter, das heißt, es legen sich die Spitzen der Oberhaare um.cite-ref-biber-und-fellwerk-2-2[2]

Das Winterfell ist qualitativ nur geringfĂŒgig besser als das Sommerfell. Den vollen Wert hat das Fell erst nach dem dritten Lebensjahr.cite-ref-pelztieratlas-27-4[27]

Das Haar: Das Biberfell ist mit 23.000 Haaren pro Quadratzentimeter (Mensch: bis zu 600 Haare pro cmÂČ) sehr dicht. Die schrĂ€g nach hinten gerichteten Grannenhaare sind etwa fĂŒnf bis sechs Zentimeter lang, das Unterhaar zwei bis drei Zentimeter. Die Grannen sind nicht sehr krĂ€ftig, aber straff. Sie sind im hautnahen Bereich verschmĂ€lert (0,064:0,03 mm) und verbreitern sich nach oben (0,18:0,06 mm), am RĂŒcken sind sie fĂŒnf bis sechs Zentimeter lang. Die Schuppenschicht (Kutikula) weist im mittleren und unteren Haarteil wellenförmige Linien mit starker ZĂ€hnelung auf. Die dicht stehenden, gekrĂ€uselten Wollhaare sind zwei bis drei Zentimeter lang. Alle Haare sind bĂŒschelförmig angeordnet. Die Haardichte betrĂ€gt am RĂŒcken 12.000, am Bauch 23.000 pro cmÂČ.cite-ref-pelztieratlas-27-5[27]

EuropÀischer Biber

Der EuropĂ€ische Biber, das grĂ¶ĂŸte Nagetier der alten Welt, bevölkerte einst ein Gebiet von Westeuropa bis an den Ural. Durch die fortschreitende Kultivierung, die Regulierung der FlĂŒsse und Seen, aber auch infolge stĂ€ndig ausgeĂŒbter Jagd, um in den Besitz des Felles, teils aber auch des Bibergeils, das als Medizin verwendet wurde, zu gelangen, sind die BestĂ€nde ausgerottet worden. Inzwischen gibt es wieder einige kleine Populationen auch in Deutschland. Der europĂ€ische Biber ist durch die Bundesartenschutzverordnung streng geschĂŒtzt.

GegenĂŒber dem kanadischen Biber ist der europĂ€ische etwas kleiner und das Fell von weniger guter QualitĂ€t, abgesehen von den in sehr kleiner StĂŒckzahl anfallenden aus Sibirien, die wohl den nordamerikanischen Bibern entsprechen. In der Leningrader Auktion wurden 1974 beispielsweise 2000 Felle angeboten, 1976 auf einer norwegischen Auktion 100. Das russische Angebot war seitdem stĂ€ndig angewachsen, 1987 waren es 15.000 Felle.cite-ref-fr-nkel-18-4[18]

Schedels Warenlexikon von 1814 unterschied fĂŒr Russland in große Sorten, Bjelomeszdrye, und in kleine, genannt Koptscherye, und JĂ€rzi. Der dortige HĂ€ndler sortierte sie in Siranische, Obysche und Tschulymsche ohne BĂ€uche, und in junge Biber, Koschloki, die stĂŒckweise gehandelt wurden., außerdem in BiberbĂ€uche, die sackweise verkauft wurden.cite-ref-schedel-30-0[29]

Die Felle werden offen angeliefert, aber auch in Beutelform mit dem Haar nach außen.

Kanadischer Biber

Der Kanadische Biber bewohnt mit seinen Unterarten den nördlichen WaldgĂŒrtel Nordamerikas. Die Felle werden zum Trocknen vom Indianer oder Trapper in eine ovale, fast kreisrunde Form gespannt. Die Felle der von den Indianern gefangenen Biber waren nach Angaben eines Frankfurter RauchwarenhĂ€ndlers auch an der besonders liebevollen Vorbehandlung zu erkennen, das Leder der Felle war weiß, die Ohrenlöcher waren zugenĂ€ht.cite-ref-31[30]

Neben dem Fell und dem Bibergeil waren auch das Fleisch und als Delikatesse der Biberschwanz begehrt.cite-ref-pelztieratlas-27-6[27]

Handel

Rohsortimente der Hudson’s Bay and Annings Ltd., Londoncite-ref-fr-nkel-18-5[18]

a) GrĂ¶ĂŸen: Exexlarge, exlarge, large, medium, small, extra small
b) Sorten: I, I & Nr. 2, II, III, IV; die einzelnen Sorten unterteilt in flat (flach) & rubbed (berieben), slightly damaged (gering beschĂ€digt), good damaged (gute beschĂ€digte), badly damaged (schwer beschĂ€digt), burnt (rohverbrannt), pieces (StĂŒcken); cubs (Jungtierfelle)
c) Farben: black (Schwarz), dark brown (Dunkelbraun), pale (fahl)

| Die angegebenen GrĂ¶ĂŸen entsprechen: | Die angegebenen GrĂ¶ĂŸen entsprechen: | | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Ex ex large („Blankets“) | 66 inches und darĂŒber | | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
| Ex large | 61–65 inches | | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
| Large | 56–60 inches | | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
| Large medium | 51–55 inches | | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
| Medium | 47–50 inches | | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
| Small | 39–46 inches | | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
| Extra small | darunter | | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
| Die angegebenen GrĂ¶ĂŸen ergeben sich aus der Addition der LĂ€nge und der Breite der Felle. Bei Fellen mit „fishtail“, das heißt mit außergewöhnlich gezogenem Schwanzteil, wird das Schwanzteil nicht gemessen. Bei „diamond shaped“ = diamantförmigen Fellen werden die Ecken nicht mitgemessen. | Die angegebenen GrĂ¶ĂŸen ergeben sich aus der Addition der LĂ€nge und der Breite der Felle. Bei Fellen mit „fishtail“, das heißt mit außergewöhnlich gezogenem Schwanzteil, wird das Schwanzteil nicht gemessen. Bei „diamond shaped“ = diamantförmigen Fellen werden die Ecken nicht mitgemessen. | Die angegebenen GrĂ¶ĂŸen ergeben sich aus der Addition der LĂ€nge und der Breite der Felle. Bei Fellen mit „fishtail“, das heißt mit außergewöhnlich gezogenem Schwanzteil, wird das Schwanzteil nicht gemessen. Bei „diamond shaped“ = diamantförmigen Fellen werden die Ecken nicht mitgemessen. | Die angegebenen GrĂ¶ĂŸen ergeben sich aus der Addition der LĂ€nge und der Breite der Felle. Bei Fellen mit „fishtail“, das heißt mit außergewöhnlich gezogenem Schwanzteil, wird das Schwanzteil nicht gemessen. Bei „diamond shaped“ = diamantförmigen Fellen werden die Ecken nicht mitgemessen. | Die angegebenen GrĂ¶ĂŸen ergeben sich aus der Addition der LĂ€nge und der Breite der Felle. Bei Fellen mit „fishtail“, das heißt mit außergewöhnlich gezogenem Schwanzteil, wird das Schwanzteil nicht gemessen. Bei „diamond shaped“ = diamantförmigen Fellen werden die Ecken nicht mitgemessen. | Die angegebenen GrĂ¶ĂŸen ergeben sich aus der Addition der LĂ€nge und der Breite der Felle. Bei Fellen mit „fishtail“, das heißt mit außergewöhnlich gezogenem Schwanzteil, wird das Schwanzteil nicht gemessen. Bei „diamond shaped“ = diamantförmigen Fellen werden die Ecken nicht mitgemessen. | Die angegebenen GrĂ¶ĂŸen ergeben sich aus der Addition der LĂ€nge und der Breite der Felle. Bei Fellen mit „fishtail“, das heißt mit außergewöhnlich gezogenem Schwanzteil, wird das Schwanzteil nicht gemessen. Bei „diamond shaped“ = diamantförmigen Fellen werden die Ecken nicht mitgemessen. | Die angegebenen GrĂ¶ĂŸen ergeben sich aus der Addition der LĂ€nge und der Breite der Felle. Bei Fellen mit „fishtail“, das heißt mit außergewöhnlich gezogenem Schwanzteil, wird das Schwanzteil nicht gemessen. Bei „diamond shaped“ = diamantförmigen Fellen werden die Ecken nicht mitgemessen. | Die angegebenen GrĂ¶ĂŸen ergeben sich aus der Addition der LĂ€nge und der Breite der Felle. Bei Fellen mit „fishtail“, das heißt mit außergewöhnlich gezogenem Schwanzteil, wird das Schwanzteil nicht gemessen. Bei „diamond shaped“ = diamantförmigen Fellen werden die Ecken nicht mitgemessen. | Die angegebenen GrĂ¶ĂŸen ergeben sich aus der Addition der LĂ€nge und der Breite der Felle. Bei Fellen mit „fishtail“, das heißt mit außergewöhnlich gezogenem Schwanzteil, wird das Schwanzteil nicht gemessen. Bei „diamond shaped“ = diamantförmigen Fellen werden die Ecken nicht mitgemessen. | Die angegebenen GrĂ¶ĂŸen ergeben sich aus der Addition der LĂ€nge und der Breite der Felle. Bei Fellen mit „fishtail“, das heißt mit außergewöhnlich gezogenem Schwanzteil, wird das Schwanzteil nicht gemessen. Bei „diamond shaped“ = diamantförmigen Fellen werden die Ecken nicht mitgemessen. | Die angegebenen GrĂ¶ĂŸen ergeben sich aus der Addition der LĂ€nge und der Breite der Felle. Bei Fellen mit „fishtail“, das heißt mit außergewöhnlich gezogenem Schwanzteil, wird das Schwanzteil nicht gemessen. Bei „diamond shaped“ = diamantförmigen Fellen werden die Ecken nicht mitgemessen. | Die angegebenen GrĂ¶ĂŸen ergeben sich aus der Addition der LĂ€nge und der Breite der Felle. Bei Fellen mit „fishtail“, das heißt mit außergewöhnlich gezogenem Schwanzteil, wird das Schwanzteil nicht gemessen. Bei „diamond shaped“ = diamantförmigen Fellen werden die Ecken nicht mitgemessen. | Die angegebenen GrĂ¶ĂŸen ergeben sich aus der Addition der LĂ€nge und der Breite der Felle. Bei Fellen mit „fishtail“, das heißt mit außergewöhnlich gezogenem Schwanzteil, wird das Schwanzteil nicht gemessen. Bei „diamond shaped“ = diamantförmigen Fellen werden die Ecken nicht mitgemessen. | Die angegebenen GrĂ¶ĂŸen ergeben sich aus der Addition der LĂ€nge und der Breite der Felle. Bei Fellen mit „fishtail“, das heißt mit außergewöhnlich gezogenem Schwanzteil, wird das Schwanzteil nicht gemessen. Bei „diamond shaped“ = diamantförmigen Fellen werden die Ecken nicht mitgemessen. | Die angegebenen GrĂ¶ĂŸen ergeben sich aus der Addition der LĂ€nge und der Breite der Felle. Bei Fellen mit „fishtail“, das heißt mit außergewöhnlich gezogenem Schwanzteil, wird das Schwanzteil nicht gemessen. Bei „diamond shaped“ = diamantförmigen Fellen werden die Ecken nicht mitgemessen. | Die angegebenen GrĂ¶ĂŸen ergeben sich aus der Addition der LĂ€nge und der Breite der Felle. Bei Fellen mit „fishtail“, das heißt mit außergewöhnlich gezogenem Schwanzteil, wird das Schwanzteil nicht gemessen. Bei „diamond shaped“ = diamantförmigen Fellen werden die Ecken nicht mitgemessen. | Die angegebenen GrĂ¶ĂŸen ergeben sich aus der Addition der LĂ€nge und der Breite der Felle. Bei Fellen mit „fishtail“, das heißt mit außergewöhnlich gezogenem Schwanzteil, wird das Schwanzteil nicht gemessen. Bei „diamond shaped“ = diamantförmigen Fellen werden die Ecken nicht mitgemessen. | Die angegebenen GrĂ¶ĂŸen ergeben sich aus der Addition der LĂ€nge und der Breite der Felle. Bei Fellen mit „fishtail“, das heißt mit außergewöhnlich gezogenem Schwanzteil, wird das Schwanzteil nicht gemessen. Bei „diamond shaped“ = diamantförmigen Fellen werden die Ecken nicht mitgemessen. | Die angegebenen GrĂ¶ĂŸen ergeben sich aus der Addition der LĂ€nge und der Breite der Felle. Bei Fellen mit „fishtail“, das heißt mit außergewöhnlich gezogenem Schwanzteil, wird das Schwanzteil nicht gemessen. Bei „diamond shaped“ = diamantförmigen Fellen werden die Ecken nicht mitgemessen. | Die angegebenen GrĂ¶ĂŸen ergeben sich aus der Addition der LĂ€nge und der Breite der Felle. Bei Fellen mit „fishtail“, das heißt mit außergewöhnlich gezogenem Schwanzteil, wird das Schwanzteil nicht gemessen. Bei „diamond shaped“ = diamantförmigen Fellen werden die Ecken nicht mitgemessen. |

| d) Herkommen | d) Herkommen | d) Herkommen |
|---|---|---|
| Kanada – Nördliche | Hudson Bay Fort George Eskimo Bay East-Maine-Fort | feine Sorten, besonders dunkel bis extra dunkel, seidig |
| | Moose River York Fort | etwas heller als vorherige Sorten |
| Kanada – Östliche | Labrador Prov. QuĂ©bec (PQ) New Brunswick Nova Scotia Ontario Lake Superior | kleiner, seidig, dicht; etwas heller; gute QualitĂ€t, doch fehlt die seidige Struktur und Dichte der Hudson Bay-Herkommen. |
| Kanada – Zentrale | Manitoba Saskatchewan Alberta | den östlichen Sorten nahekommend, doch heller und bei lĂ€ngerer Granne nicht ganz so voll (rauch) in QualitĂ€t und weniger seidig als Hudson Bay |
| Kanada – Westliche | British Columbia | den zentralen Herkommen Ă€hnlich, doch sind die ausgesprochenen KĂŒstenbiber strohiger und lĂ€nger im Haar |
| Kanada – Äußerster Norden | Mackenzie River | kleiner, weniger seidig, weniger dicht als andere kanadische Sorten |
| Alaska | besonders blau in der Unterwolle, Granne etwas mehr ins Graue spielend; ein kleiner Prozentsatz des Anfalls ist ĂŒbergroß. | besonders blau in der Unterwolle, Granne etwas mehr ins Graue spielend; ein kleiner Prozentsatz des Anfalls ist ĂŒbergroß. |
| USA – Östliche | Diese Herkommen sind bekannt fĂŒr besonders feine, blaue (dunkle, nicht rotstichige) Ware, die jedoch nicht ganz so groß ist wie zentrale und westliche Sorten. Es fallen darunter die Neuengland -Staaten, New York State , Pennsylvania , Michigan . In Michigan ist die als UP ( Upper Peninsula ) bekannte Gegend als Lieferant guter Felle hervorzuheben. Sie ist etwa der Lake-Superior-Sorte (Kanada) gleichzusetzen. | Diese Herkommen sind bekannt fĂŒr besonders feine, blaue (dunkle, nicht rotstichige) Ware, die jedoch nicht ganz so groß ist wie zentrale und westliche Sorten. Es fallen darunter die Neuengland -Staaten, New York State , Pennsylvania , Michigan . In Michigan ist die als UP ( Upper Peninsula ) bekannte Gegend als Lieferant guter Felle hervorzuheben. Sie ist etwa der Lake-Superior-Sorte (Kanada) gleichzusetzen. |
| USA – Zentrale | Gut in der GrĂ¶ĂŸe; farblich blasser, besonders zum FĂ€rben und Blenden (Nachdunkeln) geeignet. Die voll ausgereifte Ware hat eine krĂ€ftige QualitĂ€t. | Gut in der GrĂ¶ĂŸe; farblich blasser, besonders zum FĂ€rben und Blenden (Nachdunkeln) geeignet. Die voll ausgereifte Ware hat eine krĂ€ftige QualitĂ€t. |
| USA – Westliche | Washington - und Oregon -Biber sind von feiner QualitĂ€t. Biber aus Kalifornien , klimatisch bedingt, qualitativ und farblich weniger gut. | Washington - und Oregon -Biber sind von feiner QualitĂ€t. Biber aus Kalifornien , klimatisch bedingt, qualitativ und farblich weniger gut. |
| USA – SĂŒdliche | GrĂ¶ĂŸere Anlieferungen kommen aus Texas , Louisiana und Alabama . Sie haben durchweg eine gute GrĂ¶ĂŸe bei grober QualitĂ€t. Typisch fĂŒr das sĂŒdliche Herkommen ist die harte Granne und die geringe Unterwolle. Die Farbe ist hell bis rot. | GrĂ¶ĂŸere Anlieferungen kommen aus Texas , Louisiana und Alabama . Sie haben durchweg eine gute GrĂ¶ĂŸe bei grober QualitĂ€t. Typisch fĂŒr das sĂŒdliche Herkommen ist die harte Granne und die geringe Unterwolle. Die Farbe ist hell bis rot. |

Veredlung, Verarbeitung

Ehe man dazu ĂŒberging, fĂŒr die Pelzverarbeitung die missfarbigen und harten Grannenhaare zu entfernen, wurde nur das Biberhaar verwendet. Das Wollhaar wurde verfilzt und zu so genannten „KastorhĂŒten“ verarbeitet, die im 18. und 19. Jahrhundert besonders beliebt waren. Oder es wurde zu diesem Zweck die Unterwolle ausgekĂ€mmt, aus den Fellen wurden anschließend klerikale Bekleidung und Gerichtsroben gekĂŒrschnert.cite-ref-hba-32-0[31] Wurden nur die Haare genutzt, verwendete man die abfallenden HĂ€ute fĂŒr Beutlerarbeiten oder zur Siebherstellung.cite-ref-brockhaus-1841-33-0[32]

Bei der Herstellung der CastorhĂŒte wurde das giftige Quecksilbernitrat bei der Beize der Felle verwendet, um das Verfilzen der Haare zu ermöglichen. Der englische Ausdruck „mad as a hatter“ – „verrĂŒckt wie ein Hutmacher“ (siehe auch Hutmachersyndrom) geht auf diese Anwendung zurĂŒck. Der „verrĂŒckte Hutmacher“ wurde auch im deutschen Sprachbereich durch die Figur des Hutmachers in Lewis Carrolls Alice im Wunderland populĂ€r.cite-ref-34[33]

In einer Veröffentlichung zur Weltausstellung in London im Jahr 1851 wurde erwĂ€hnt, dass Biberfelle mittels einer genialen neuen Maschine so zubereitet werden können, dass daraus schöne Damenbekleidung hergestellt werden kann.cite-ref-35[34] Mitte des 19. Jahrhunderts waren Felle junger Biber generell noch teurer als Felle Ă€lterer Tiere, obwohl Letztere grĂ¶ĂŸer sind. Felle jĂŒngerer Tiere sind zum einen feiner und glĂ€nzender, zum anderen nahmen sie beim damaligen Stand der Pelzveredlung die Farbe besser an.cite-ref-chr-h-schmidt-36-0[35] 1903 wird berichtet, dass geringfarbige oder fleckige Felle auch schwarz oder sealbraun eingefĂ€rbt wurden. Zu der Zeit begĂŒnstigte die Mode eine Technik nicht mehr, bei der mit gutem Erfolg weiße Spitzen in diese gefĂ€rbten Felle eingezogen wurden.cite-ref-37[36]

Ein Frankfurter RauchwarenhĂ€ndler berichtete aus den 1960er Jahren, dass einige der roh eingekauften Biberfelle ein fast weißes Leder aufwiesen, sie waren „sehr liebevoll vorbehandelt, die Ohrenlöcher sind zusammengenĂ€ht“ und federleicht. Diese Exemplare waren von Indianern gefangen. Auf manchen standen noch die Namen der indianischen Trapper.cite-ref-38[37]

Heute wird das Biberfell den verschiedensten Veredlungsverfahren unterzogen, die nicht sÀmtlich aufgezÀhlt werden können, zumal, je nach Mode und fortschreitender Pelzveredlungstechnik, immer neue Verfahren entwickelt werden.

‱ Grannenbiber

‱ Zugerichtete Biber, ohne VerĂ€nderung der Fellstruktur (naturbelassen). In diesem Zustand wird der Biber fĂŒr eventuelle weitere Veredlungsstufen sortiert.

‱ Spitzbiber

‱ Leicht angeschorener Grannenbiber (Hochschur), bei der die rötlichen Grannenspitzen abfallen, die Unterwolle bleibt ĂŒberdeckt. Die LĂ€nge der Granne, die zwischen Flanken und Fellmitte variiert, wird egalisiert. Voll- und dichtbegrannte Ware wird naturell verarbeitet, schlechtfarbige Ware wird gefĂ€rbt. Verwendung vor allem fĂŒr BesĂ€tze. Nur etwa 20 Prozent des Anfalls sind fĂŒr Hochschurzwecke brauchbar.cite-ref-biber-und-fellwerk-2-3[2]

‱ Tiefgeschorener Biber, Samtbiber

‱ Hier wird die Granne bis zur Unterwolle abgeschoren. Ebenfalls fĂŒr BesĂ€tze verwendet.

‱ Gerupfte Biber, Samtbiber

‱ Hier mĂŒsste eigentlich von gerupften und geschorenen Bibern gesprochen werden, da in der Regel nach dem Rupfen, das heißt nach dem Entfernen der harten Grannenhaare, auch eine gewisse Schur zum Egalisieren der HaarlĂ€nge erfolgt. Hierbei werden die zum Verfilzen neigenden Wollhaarspitzen abgeschnitten.cite-ref-hba-32-1[31]

‱ Samtbiber oder „Naturbiber“

‱ Die klassische Biberveredlung, bei der durch Rupfen und Finish das samtige Biberfell entsteht.

‱ phantombiberPhantombiber

‱ Bei einem Teil der als Grannenbiber veredelten Felle lĂ€sst sich erkennen, dass die Unterwolle an den Flanken (Seiten) blĂ€ulich ist. Durch Tiefschur nach dem Rupfen verstĂ€rkt sich dieser Effekt, so dass sich am Schluss der so genannte „Phantombiber“ mit dunkelbraunem RĂŒcken und blĂ€ulichgrauen Seiten ergibt.

Felle, bei denen die Grannen nur teilweise ausgerupft und gewöhnlich nur die Ă€ußersten langen Spitzen abgeschoren wurden, nannte man epilierte Biber (1911).cite-ref-cubaeus2-39-0[38]

Biberfelle wurden schon immer meist ohne das harte Grannenhaar verarbeitet, gerupft, geschoren oder gerupft und geschoren. In Anlehnung an die Bezeichnung anderer von Grannen befreiter Fellarten, wie Samtnerz oder Samtbisam, sind sie heute oft als Samtbiber im Handel. Grannige Biber (Spitzbiber) wurden bis vor dem Zweiten Weltkrieg meist zu BesÀtzen, vor allem zu HerrenbesÀtzen auf so genannten Gehpelzen, verarbeitet.

Auf der Weltausstellung 1889 in Paris wurde ein Damenjacket der Firma S. Révillon gezeigt, in gerupftem naturellem Seal mit Schawlkragen von gelblich abgezogenem gerupften Biber.cite-ref-40[39]

Bis um 1980 wurden die Samt- oder damals noch einfach Naturbiber genannten, entgrannten Felle hauptsÀchlich zu Jacken und MÀnteln verarbeitet. Heute werden diese, damals meist in Auslassarbeit gearbeiteten Teile, fast nicht mehr angeboten.

Beim Auslassen wird das Biberfell in V- oder A-förmige Streifen in etwa 6 mm Breite zerschnitten und so zusammengenĂ€ht, dass ein, jetzt schmaleres, Fell in der gewĂŒnschten LĂ€nge entsteht. Da das Biberfell nicht die Trapezform der meisten anderen Fellarten aufweist, sondern etwa oval ist, stellt die Auslassberechnung hier eine besondere Herausforderung an den KĂŒrschner dar.

Im Jahr 1965 wurde der Fellverbrauch fĂŒr eine fĂŒr einen Bibermantel ausreichende Felltafel (sogenanntes Mantel-„Body“) aus großen Fellen (Blankets) mit neun bis zwölf Fellen angegeben, aus kleineren 16 bis 20. Zugrundegelegt wurde eine Tafel mit einer LĂ€nge von 112 Zentimetern und einer durchschnittlichen Breite von 150 Zentimetern und einem zusĂ€tzlichen Ärmelteil. Das entspricht etwa einem Fellmaterial fĂŒr einen leicht ausgestellten Mantel der KonfektionsgrĂ¶ĂŸe 40 bis 42 des Jahres 2014. Die Höchst- und Mindest-Fellzahlen können sich durch die unterschiedlichen GrĂ¶ĂŸen der Geschlechter der Tiere, die Altersstufen sowie die Herkunft ergeben. Je nach Pelzart wirken sich die drei Faktoren unterschiedlich stark aus. FĂŒr Biber wird zusĂ€tzlich vermerkt, dass die FellgrĂ¶ĂŸen sehr unterschiedlich sind, fĂŒr die großen 45 bis 70 inches, die kleinen 40 bis 44 inches. Die Maßeinheit der Inches wird durch das Messen der LĂ€nge und der grĂ¶ĂŸten Breite ermittelt (1 inch = 2,54 Zentimeter).cite-ref-materialbedarf-41-0[40]

Vor wenigen Jahren wurde vermehrt begonnen, Felle in Flecht- oder Webtechnik zu verarbeiten. Hierbei werden schmale Fellstreifen um die FĂ€den von fischernetzartigen Schalnetzen gewunden. Diese dann beidseitig behaarten Produkte werden inzwischen gelegentlich fĂŒr kleinere Pelzteile, wie Schals und Westen, bis hin zur Jacke, auch aus Biberfell hergestellt.

Ein großer Teil der Felle wird gefĂ€rbt verarbeitet. Helle, geschorene Sorten werden auch geblendet, hierbei wird das Haar im Streichverfahren mit der BĂŒrste nur oberflĂ€chlich gefĂ€rbt oder nachgedunkelt.cite-ref-biber-und-fellwerk-2-4[2]

Wie bei fast allen Fellarten werden auch beim Biber die Reste verwertet. Die Fellseiten wurden frĂŒher zu guten Pelzfuttern zusammengesetzt. Diese waren jedoch besonders schwer und hart im Leder („bockig“).cite-ref-pelzlexikon-42-0[41]

Ähnliche Fellarten, biberĂ€hnliche Veredlungen

Am ehesten ist das Fell des Bibers mit dem der Biberratte, dem Nutriafell, zu verwechseln, sowohl im Naturzustand wie auch gerupft oder geschoren. Beim lebenden Tier ist die Unterscheidung leicht, der Biber hat den charakteristischen flachen Schwanz, die Kelle, die Nutriaratte dagegen einen Rattenschwanz, beide fast unbehaart. Unverarbeitet sind sie anhand der Form zu unterscheiden, das Biberfell ist deutlich grĂ¶ĂŸer und ovaler als das rechteckige Nutriafell. Ansonsten fĂ€llt vor allem die erheblich grĂ¶ĂŸere Unterhaardichte beim Biber auf, die beim krĂ€ftigen Bestreichen mit der Hand deutlich zu fĂŒhlen ist.

Als Kamtschatkabiber oder Seebiber bezeichnete man das Seeotterfell.

Insbesondere in Zeiten, in denen das Biberfell besonders geschÀtzt war, wurde das entgrannte Fell durch Veredlungen anderer Fellarten nachgeahmt, selbst Lamafelle dienten als weniger dauerhafte Biberimitation.cite-ref-k-rschner-zeitung-1926-07-43-0[42] Aus dieser Zeit stammen auch die entsprechenden Handelsbezeichnungen, wie

‱ Biber-Kanin (Grannen durch Scheren und Maschinieren entfernt)cite-ref-lorenz-3-1[3]
‱ Biberette-Kanin (Grannen ebenfalls durch Scheren und Maschinieren entfernt, ursprĂŒnglich eine Nachahmung des Biberfells, spĂ€ter eine selbstĂ€ndige Farbe)cite-ref-lorenz-3-2[3]
‱ Biberlamm (hoch geschoren, aufgeraut, gebĂŒgelt)cite-ref-lorenz-3-3[3]
‱ Biberinos, ehemals Lammfellveredlung, maschiniert und gefĂ€rbtcite-ref-pelzlexikon-42-1[41]
‱ Biberol, ehemals fĂŒr hochgeschorenes Lammfellcite-ref-pelzlexikon-42-2[41]
‱ Biberon, ehemals fĂŒr geschorenes Lamm
‱ Bibus, Bibuslamm ehemals fĂŒr geschorenes Lamm (die verschiedenen Veredler bezeichnen die auch verschieden ausfallenden Veredlungsprodukte mit speziellen Namen, daher Biberon, Bibus usw.)

Umgekehrt diente zuvor der schwarzgefÀrbte Biber als Imitation des zu der Zeit noch wertvolleren Sealfells.cite-ref-k-rschner-zeitung-1926-07-43-1[42]

Das Biberfell in der Kunst

Fast populĂ€rer als das Fell selbst ist im deutschen Sprachraum der Roman von Gerhart Hauptmann, „Der Biberpelz“. Dass gerade dieses Fell fĂŒr die Geschichte ausgewĂ€hlt wurde, zeigt den besonderen Wert, der ihm um die 1880er Jahre zugemessen wurde, der Zeit der Handlung. Immerhin will der Spreeschiffer Wulkow fĂŒr einen getragenen, leider gestohlenen, Biberrock, 60 Taler bezahlen.

In seinem Lustspiel „Die fromme Marta“, geschrieben um 1615, lĂ€sst Tirso de Molina die Marta sagen:

„Das sind wohl Freier in Flanell und Biber
MilchbÀrte, die, um nicht bei dir zu frieren,
im dicken Pelz bei dir herumspazieren.“cite-ref-geschichte-der-k-rschnerei-44-0[43]

Nicht so eindeutig auszumachen wie in der Literatur ist der Biberpelz in der darstellenden Kunst. Der Maler oder Bildhauer muss ein erhebliches Maß an Können und Detailgenauigkeit aufbringen, damit ein Fachmann das Fell als Biber bestimmen kann. Alexander Tuma meint auf dem GemĂ€lde von Bernhard Strigel, das den Apotheker Wolfardt zeigt, einen Biberpelz erkennen zu können (siehe Abbildung). Auch bei dem vom gleichen Maler dargestellten Patrizier Konrad Rehlinger d. Ä. mit einer bodenlangen Schaube sieht er als Material das Biberfell.cite-ref-geschichte-der-k-rschnerei-44-1[43]

Zahlen, Fakten

Detaillierte Handelszahlen ĂŒber nordamerikanische Rauchwaren finden sich bei

‱ Emil Brass: Aus dem Reiche der Pelze. Verlag der „Neuen Pelzwaren-Zeitung und KĂŒrschner-Zeitung“, Berlin 1911cite-ref-45[44]
‱ Emil Brass: Aus dem Reiche der Pelze. 2. Auflage, Verlag der „Neuen Pelzwaren-Zeitung und KĂŒrschner-Zeitung“, Berlin 1925
‱ Milan Novak u. a., Ministry of Natural Resources: Wild furbearer management and conservation in North America. Ontario 1987 (englisch). ISBN 0-7778-6086-4
‱ Milan Novak u. a., Ministry of Natural Resources: Furbearer Harvests in North America, 1600–1984. Anhang zu vorstehendem Wild furbearer management and conservation in North America. Ontario 1987 (englisch). ISBN 0-7729-3564-5.

‱ FĂŒr das Jahr 1671 weisen die ZollbĂŒcher und Jahreslisten von Archelansk (Archangelsk) fĂŒr die Einfuhr verschiedene Posten Rauchwerk auf, worunter sich folgende Sorten befanden (Durch den hollĂ€ndischen und englischen Zwischenhandel, teils auch ĂŒber die Londoner Auktionen, gelangten die Rauchwaren Kanadas aus den Gebieten der Hudson’s Bay Company hauptsĂ€chlich nach Archangelsk und Petersburg zur Einfuhr. Ein Teil davon wurde weiter nach China ausgefĂŒhrt.):cite-ref-46[45]

2999 Biberfelle drei KĂ€sten mit Biberfellen 10.859 große und kleine Biberfelle 42 gegerbte ElenhĂ€ute zwei Schwarzfuchsfelle neun Otterfelle

‱ Am 27. September 1763 befanden sich auf den eingehenden GĂŒtern von zwei hollĂ€ndischen Schiffen nach Archelansk unter anderem 1308 kleine und große Biberfelle. Einen Tag spĂ€ter traf offenbar der Rest der Flotte mit 14 hollĂ€ndischen Schiffen ein, bei derer Ladung befanden sich 35.707 große und kleine Biberfelle sowie ein Fass mit Biberfellen.

Im selben Jahr wurden außerdem abgeladen 1242 große und kleine Biberfelle, fĂŒnf Tonnen Biberfelle sowie 11.230 große und kleine Biberfelle.

‱ Am 24. Januar 1672, der ersten Auktion der Hudson’s Bay Company, wurden bereits 3000 Pfund Biberfelle angeboten und mit 36 bis 55 sh. per lb. verkauft.cite-ref-brass-1925-20-2[20]
‱ 1674 wurde der Preis fĂŒr kanadische Biberfelle auf 4 œ Franc fĂŒr das Pfund festgesetzt, danach stieg die Ausfuhr von jĂ€hrlich 550.000 StĂŒck auf 2 œ Millionen.cite-ref-brass-1925-20-3[20]
‱ 1729. Einfuhrliste der Hudson’s Bay Company (jeweils nach London):

62.160 Biberfelle Ă  4 bis 6 â‚€ per Pfund

FĂŒr die Jahre

1723 im MĂ€rz 39.614, im November 19.330 StĂŒck Ă  4 â‚€ (englisch) bis 5 â‚€ 8 sh. per Pfund 1724 im MĂ€rz 36.240, im November 15.320 StĂŒck Ă  5 â‚€ 6 sh. bis 6 â‚€ 6 sh. per Pfund 1725 im MĂ€rz 21.190, im November 17.890 StĂŒck Ă  4 â‚€ 2 sh. bis 5 â‚€ 10 sh. per Pfund 1726 im MĂ€rz 39.600, im November 5680 StĂŒck, höchster Preis 10 â‚€ per StĂŒck 1727 im MĂ€rz 29.490, im November 5940 StĂŒck, höchster Preis 7 â‚€ 10 sh. per StĂŒck 1728 im MĂ€rz, – im November 9520 StĂŒck, höchster Preis 7 â‚€ per StĂŒckcite-ref-47[46]

‱ 1733 fĂŒhrte die Hudson’s Bay Company aus den Forts Albany, Moose River & East Maine ein:

8663 ganze Parchmentbiber (getrocknete Biberfelle), 3902 halbe Parchmentbiber, 2292 Coatbiber (die höher bezahlten, von Indianern abgetragenen Felle fĂŒr die Hutfilzproduktion), 1060 halbe Coatbiber.cite-ref-48[47]

‱ 1743, Einfuhrliste der Hudson’s Bay Company:

5980 Coat-Biber Ă  4/8 = â‚€ 2415, 780 beschĂ€digte Coat-Biber Ă  4/8 = â‚€ 270, 9520 Parchment Biber = â‚€ 4165, 4070 Biber = â‚€ 762,18, 4760 beschĂ€digte Biber = â‚€ 1918, 1640 Cubs = â‚€ 248. Die Hauptauktion erfolgte jedoch erst im MĂ€rz. Von der gesamten Warenmenge wurde das Doppelte verkauft, ob das auch fĂŒr Biberfelle zutrifft, ist nicht bekannt.cite-ref-49[48]cite-ref-50[49]

1743 wurden im französischen Hafen von La Rochelle 15.000 old coat Biber (die höher bezahlten, von Indianern abgetragenen Felle fĂŒr die Hutfilzproduktion) und 112.088 Castor de Parchment (getrocknete Biberfelle) aus Kanada eingefĂŒhrt.cite-ref-51[50]

‱ Im November des gleichen Jahres stehen auf einer Auktionsliste der Hudson’s Bay Company

5980 old coat-Biber Ă  4/8 d. per lb., â‚€ 2415,- 780 beschĂ€digte Biber Ă  4/8, â‚€ 270,- 9520 Parchment-Biber, â‚€ 4165,- Cub-Biber, â‚€ 762,18 4760 beschĂ€digte Parchment Biber, â‚€ 1918,17 1640 beschĂ€digte Cub-Biber, â‚€ 248,9 außerdem 140 Pfund Bibergailcite-ref-52[51]

‱ Einfuhr von Biberfellen der Hudson’s Bay Company nach London in den Jahren 1752 bis 1890,(nach Henry Poland, London) 1891–1910 sowie 1923:cite-ref-53[52]

| Jahr | Coat- Biber | Parchment- Biber |
|---|---|---|
| | | |
| 1752 | 10.143 | 33.675 |
| 1753 | 9.061 | 29.041 |
| 1754 | 7.295 | 22.270 |
| 1755 | 7.441 | 27.775 |
| 1756 | 7.825 | 25.042 |
| 1757 | 9.846 | 26.388 |
| 1758 | 8.000 | 22.886 |
| 1759 | 7.000 | 20.110 |
| 1760 | 9.900 | 23.126 |
| 1761 | 13.300 | 30.446 |
| 1762 | 13.000 | 36.265 |
| 1763 | 9.353 | 24.881 |
| 1764 | 10.500 | 23.088 |
| 1765 | 14.450 | 30.450 |
| 1766 | 10.400 | 28.536 |
| 1767 | 10.500 | 23.436 |
| 1768 | 6.300 | 17.950 |
| 1769 | 6.750 | 18.761 |
| 1770 | 9.500 | 25.273 |
| 1771 | 9.900 | 22.427 |
| 1772 | 8.350 | 19.851 |
| 1773 | 5.700 | 17.689 |
| 1774 | 4.600 | 19.472 |
| 1775 | 4.050 | 16.668 |

| Jahr | Coat- Biber | Parchment- Biber |
|---|---|---|
| 1776 | 4.900 | 15.964 |
| 1777 | 5.700 | 25.597 |
| 1778 | 4.300 | 20.033 |
| 1779 | 2.900 | 17.320 |
| 1780 | 7.070 | 26.867 |
| 1781 | 6.360 | 35.763 |
| 1782 | 2.050 | 18.752 |
| 1783 | 1.500 | 13.100 |
| 1784 | 2.500 | 15.500 |
| 1785 | 3.200 | 24.350 |
| 1786 | 3.950 | 25.095 |
| 1787 | 3.800 | 37.100 |
| 1788 | 2.900 | 38.320 |
| 1789 | 4.900 | 41.690 |
| 1790 | 3.600 | 41.530 |
| 1791 | 5.276 | 49.738 |
| 1792 | 3.600 | 49.930 |
| 1793 | 4.724 | 42.242 |
| 1794 | 4.024 | 39.517 |
| 1795 | 3.664 | 51.123 |
| 1796 | 2.516 | 48.697 |
| 1797 | 2.901 | 44.516 |
| 1798 | 2.595 | 43.418 |
| 1799 | 1.728 | 39.995 |
| 1800 | 1.668 | 35.037 |

| Jahr | Coat- Biber | Parchment- Biber |
|---|---|---|
| 1801 | 1.406 | 33.253 |
| 1802 | 2.150 | 37.187 |
| 1803 | 1.642 | 32.127 |
| 1804 | 1.668 | 31.737 |
| 1805 | 1.862 | 28.083 |
| 1806 | 1.011 | 20.732 |
| 1807 | 1.050 | 29.759 |
| 1808 | 1.684 | 32.884 |
| 1809 | 1.425 | 32.025 |
| 1810 | 1.274 | 28.720 |
| 1811 | 1.060 | 15.524 |
| 1812 | 1.525 | 41.873 |
| 1813 | 672 | 18.066 |
| 1814 | 462 | 17.356 |
| 1815 | 698 | 10.380 |
| 1816 | — | 11.243 |
| 1817 | 651 | 27.815 |
| 1818 | 551 | 25.493 |
| 1819 | 480 | 17.356 |
| 1820 | 281 | 15.683 |
| 1821 | 297 | 20.565 |
| 1822 | 210 | 59.847 |
| 1823 | 706 | 46.202 |
| 1824 | 1.309 | 76.060 |
| 1825 | 800 | 66.000 |

| Jahr | Coat- Biber | Parchment- Biber |
|---|---|---|
| 1826 | 1.652 | 61.400 |
| 1827 | 472 | 51.125 |
| 1828 | — | 57.200 |
| 1829 | — | 73.860 |
| 1830 | — | 25.718 |
| 1831 | — | 87.000 |
| 1832 | lbs. | 70.100 |
| 1833 | 264 | 32.203 |
| 1834 | 1.074 | 98.288 |
| 1835 | 860 | 78.908 |
| 1836 | 239 | 51.788 |
| 1837 | 304 | 82.927 |
| 1838 | 165 | 61.868 |
| 1839 | 198 | 56.288 |
| 1840 | 220 | 55.431 |
| 1841 | 322 | 50.900 |
| 1842 | 372 | 40.305 |
| 1843 | 184 | 39.086 |
| 1844 | 409 | 38.252 |
| 1845 | 484 | 41.111 |
| 1846 | 190 | 65.189 |
| 1847 | 211 | 26.892 |
| 1848 | 137 | 40.845 |
| 1849 | | 65.558 |
| 1850 | | 66.069 |

| Jahr | Biber |
|---|---|
| 1851 | 62.130 |
| 1852 | 52.430 |
| 1853 | 60.691 |
| 1854 | 62.914 |
| 1855 | 72.425 |
| 1856 | 76.825 |
| 1857 | 86.414 |
| 1858 | 94.053 |
| 1859 | 106.797 |
| 1860 | 107.745 |
| 1861 | 105.562 |
| 1862 | 109.636 |
| 1863 | 127.674 |
| 1864 | 118.118 |
| 1865 | 155.880 |
| 1866 | 150.192 |
| 1867 | 145.654 |
| 1868 | 158.110 |
| 1869 | 129.039 |
| 1870 | 173.181 |
| 1871 | 174.461 |
| 1872 | 157.764 |
| 1873 | 105.369 |
| 1874 | 139.393 |
| 1875 | 129.976 |

| Jahr | Biber |
|---|---|
| 1876 | 126.959 |
| 1877 | 145.706 |
| 1878 | 147.263 |
| 1879 | 132.099 |
| 1880 | 120.863 |
| 1881 | 119.698 |
| 1882 | 118.728 |
| 1883 | 104.459 |
| 1884 | 119.549 |
| 1885 | 102.589 |
| 1886 | 83.589 |
| 1887 | 102.745 |
| 1888 | 33.061 |
| 1889 | 73.355 |
| 1890 | 64.246 |
| 1891 | 56.591 |
| 1892 | 52.654 |
| 1893 | 46.054 |
| 1894 | 42.058 |
| 1895 | 49.131 |
| 1896 | 48.157 |
| 1897 | 42.492 |
| 1898 | 32.908 |
| 1899 | 42.429 |
| 1900 | 40.246 |

| Jahr | Biber |
|---|---|
| 1901 | 43.367 |
| 1902 | 47.129 |
| 1903 | 34.305 |
| 1904 | 29.656 |
| 1905 | 48.255 |
| 1906 | 49.402 |
| 1907 | 34.596 |
| 1908 | 29.803 |
| 1909 | 34.217 |
| | |
| 1923 | 6.500 |

‱ 1775 kamen aus England ĂŒber Petersburg nach Kiachta 46.460 Biberfelle (Castor-Felle), ein Jahr spĂ€ter
‱ 1776 waren es 27.700 und 27.316 Biberfelle. Im Durchschnitt wurden die kanadischen Biber bester QualitĂ€t in Petersburg mit 70 bis 90 Rubel gehandelt, die darunter liegenden QualitĂ€ten mit 20 bis 25 Rubel. Wurden die Felle dann in Kiachta weiterverkauft, erbrachte die beste QualitĂ€t bis zu 20 Rubel fĂŒr je zehn StĂŒck.cite-ref-54[53] Neben dem amtlichen Handel bestand noch ein erheblicher Schwarzhandel, der die UmsĂ€tze des regulĂ€ren Handels bei weitem ĂŒbertraf. FĂŒr regulĂ€r gehandeltes Pelzwerk bestand eine Taxe von 23 Prozent des Wertes, zuzĂŒglich sieben Prozent als Sonderabgabe fĂŒr die Unterhaltung der ZollhĂ€user. Durch die enorme LĂ€nge der Grenze und die umherziehenden Nomaden war der Schleichhandel kaum zu unterbinden.cite-ref-55[54]
‱ Etwa um 1800 (?) kam Russland seinen Subsidien-Verpflichtungen gegenĂŒber Österreich nach, indem es eine Sendung Rauchwaren nach Wien schickte, bestehend aus:cite-ref-56[55]

1009 Zimmer = 40.360 StĂŒck Zobelfelle im Wert von 28.907,- Rubel 1 Zimmer = 40 StĂŒck Zobelfelle im Wert von 400,- Rubel 519 Zimmer = 2076 Marderfelle im Wert von 5190,- Rubel 120 Schwarzfuchsfelle im Wert von 565,- Rubel 300 Biberfelle im Wert von 2708,- Rubel 1000 Wolfsfelle im Wert von 530,- Rubel 75 ElenhĂ€ute im Wert von 75,- Rubel

‱ Einfuhr amerikanischer Biberfelle nach London in den Jahren 1763 bis 1891: (nach Henry Poland, London)cite-ref-57[56]

| Jahr | StĂŒck |
|---|---|
| | |
| | |
| | |
| | |
| | |
| | |
| | |
| | |
| | |
| | |
| | |
| | |
| 1763 | 75.040 |
| 1764 | 88.000 |
| 1765 | 66.664 |
| 1766 | 92.295 |
| 1767 | 75.905 |
| 1768 | 55.064 |
| 1769 | 91.388 |
| 1770 | 97.182 |
| 1771 | 95.288 |
| 1772 | 107.829 |
| 1773 | 94.681 |
| 1774 | 98.827 |
| 1775 | 97.148 |

| Jahr | StĂŒck |
|---|---|
| 1776 | 92.612 |
| 1777 | 120.800 |
| 1778 | 109.000 |
| 1779 | 97.000 |
| 1780 | 101.500 |
| 1781 | 91.500 |
| 1782 | 116.000 |
| 1783 | 105.000 |
| 1784 | 126.600 |
| 1785 | 121.000 |
| 1786 | 116.000 |
| 1787 | 140.000 |
| 1788 | 127.000 |
| 1789 | 164.823 |
| 1790 | 161.500 |
| 1791 | 173.500 |
| 1792 | 165.000 |
| 1793 | 172.000 |
| 1794 | 152.800 |
| 1795 | 144.000 |
| 1796 | 130.000 |
| 1797 | 56.000 |
| 1798 | 110.000 |
| 1799 | 114.200 |
| 1800 | 129.200 |

| Jahr | StĂŒck |
|---|---|
| 1801 | 116.500 |
| 1802 | 140.000 |
| 1803 | 93.200 |
| 1804 | 110.000 |
| 1805 | 91.300 |
| 1806 | 106.000 |
| 1807 | 114.000 |
| 1808 | 94.200 |
| 1809 | 101.800 |
| 1810 | 101.100 |
| 1811 | 80.000 |
| 1812 | 93.000 |
| 1813 | 70.000 |
| 1814 | 97.000 |
| 1815 | 57.500 |
| 1816 | 40.600 |
| 1817 | 55.000 |
| 1818 | 55.000 |
| 1819 | 51.000 |
| 1820 | 56.000 |
| 1821 | 58.300 |
| 1822 | 65.652 |
| 1823 | 10.016 |
| 1824 | 2.616 |
| 1825 | 9.677 |

| Jahr | StĂŒck |
|---|---|
| 1826 | 5.923 |
| 1827 | 4.906 |
| 1828 | 12.581 |
| 1829 | 9.388 |
| 1830 | 7.332 |
| 1831 | 12.002 |
| 1832 | 5.753 |
| 1833 | 17.871 |
| 1834 | 13.641 |
| 1835 | 3.318 |
| 1836 | 4.460 |
| 1837 | 17065 |
| 1838 | 10.559 |
| 1839 | 9.024 |
| 1840 | 975 |
| 1841 | 6.587 |
| 1842 | 5.638 |
| 1843 | 12.022 |
| 1844 | 7.361 |
| 1845 | 2.433 |
| 1846 | 4.181 |
| 1847 | 2.692 |
| 1848 | 709 |
| 1849 | 416 |
| 1850 | 1.829 |

| Jahr | StĂŒck |
|---|---|
| 1851 | 800 |
| 1852 | 850 |
| 1853 | 3.211 |
| 1854 | 3.204 |
| 1855 | 6.681 |
| 1856 | 12.256 |
| 1857 | 10.087 |
| 1858 | 12.050 |
| 1859 | 18.120 |
| 1860 | 28.040 |
| 1861 | 8.458 |
| 1862 | 9.004 |
| 1863 | 9.192 |
| 1864 | 14.035 |
| 1865 | 6.998 |
| 1866 | 4.779 |
| 1867 | 8.931 |
| 1868 | 5.292 |
| 1869 | 8.945 |
| 1870 | 52.526 |
| 1871 | 40.891 |
| 1872 | 55.134 |
| 1873 | 63.781 |
| 1874 | 60.694 |
| 1875 | 48.983 |

| Jahr | StĂŒck |
|---|---|
| 1876 | 37.670 |
| 1877 | 44.057 |
| 1878 | 33.258 |
| 1879 | 36.861 |
| 1880 | 52.641 |
| 1881 | 58.241 |
| 1882 | 49.995 |
| 1883 | 33.266 |
| 1884 | 21.308 |
| 1885 | 20.670 |
| 1886 | 14.611 |
| 1887 | 27.272 |
| 1888 | 21.667 |
| 1889 | 23.963 |
| 1890 | 17.798 |
| 1891 | 11.693 |

‱ Einfuhr amerikanischer Rauchwaren nach London durch C. M. Lampson & Co. 1891–1909 sowie 1923 (ab 1907 C. M. Lampson & Co., Huth & Co.):cite-ref-58[57]

| Jahr | Biber |
|---|---|
| 1891 | 11.499 |
| 1892 | 11.312 |
| 1893 | 17.885 |
| 1894 | 23.395 |
| 1895 | 18.630 |

| Jahr | Biber |
|---|---|
| 1896 | 16.155 |
| 1897 | 16.610 |
| 1898 | 19.263 |
| 1899 | 13.365 |
| 1900 | 15.948 |

| Jahr | Biber |
|---|---|
| 1901 | 17.655 |
| 1902 | 15.334 |
| 1903 | 16.504 |
| 1904 | 16.668 |
| 1905 | 17.993 |

| Jahr | Biber |
|---|---|
| 1906 | 16.267 |
| 1907 | 16.999 |
| 1908 | 22.114 |
| 1909 | 23.703 |
| | |

| Jahr | Biber |
|---|---|
| 1923 | 4.100 |

‱ 1773. UrsprĂŒnglich herrschte auf den Handelsposten ein reiner Tauschverkehr. Der Einheitswert war das Biberfell. Die Tarife wechselten im Laufe der Zeit. 1773 erhielten die Anlieferer auf den amerikanischen Handelsposten:

jeweils fĂŒr 1 Biberfell (1:1) = œ Pfund weiße Glasperlen, ÂŒ Pfund farbige Glasperlen, 1 Messingkessel, 1 œ Pfund Speck, 2 Pfund Zucker, 1 Pfund brasilianischen Tabak, 1 œ Pfund TabakblĂ€tter oder Tabakrollen, 1 œ Unzen Zinnober, 2 StrumpfbĂ€nder, 12 Ahlen, 12 Dutzend Knöpfe, 2 KĂ€mme, 2 rote Federn, 20 Angelhaken, 4 FeuerstĂ€hle, 20 Feuersteine, 1 Feile, 1 Paar Handschuhe, 2 Brillen, 2 Beile, 8 Falkenglöckchen, 2 Eismeißel, 8 Messer, 2 Spiegel, 12 NĂ€hnadeln, 2 Fischleinen, 2 Pulverhörner, 6 einfache Ringe, 3 einfache Ringe mit Stein, 2 SĂ€belklingen, 4 Löffel, 1 Hemd, 1 Paar Schuhe, 2 Woll. gestrickte GĂŒrtel, 6 FingerhĂŒte, 2 Tabaksdosen, 2 Zangen oder 1 KnĂ€uel Bindfaden fĂŒr 1 ÂŒ Fell = 1 Paar StrĂŒmpfe jeweils fĂŒr œ Fell = 1 Yard Wollstoff, 1 Yard Flanell oder 1 Taschentuch jeweils fĂŒr 2 Felle = 1 Pfund Zwirn, 1 Yard Tuch oder 1 Koffer fĂŒr 3 Felle = 1 Paar Beinkleider jeweils fĂŒr 4 Felle = 1 Gallone Brandy, 1 Pistole oder 1 Hut mit Borte fĂŒr 6 Felle = 1 Wolldecke fĂŒr 12 Felle = 1 Flinte

Dagegen wurde gerechnet:

jeweils fĂŒr ein Biberfell = drei Zobelfelle, zwei Otterfelle, ein Fuchsfell, ein Wildkatzenfell

‱ 1863 galt folgender Tarif:

jeweils fĂŒr 1 Biberfell = 1 Maß Pulver, 18 Bleikugeln, 8 Schrotladungen, 10 Feuersteine, 1 Axt, 1 Feuerstahl, 1 Skalpiermesser, 1 Hornkamm, 8 Pfrieme, 12 Messingknöpfe, 25 Messingringe, 6 Tonpfeifen, 1 kleiner Spiegel, 6 Unzen Tabak, 1 Knabenrock, 6 Ellen Band, 1 Tuch, 1 Unze roter Farbe oder 1 Maß Rum fĂŒr 2 Felle = 1 Feile oder 1 Tabaksbeutel mit Brennglas fĂŒr 3 Felle = 1 Axt oder 1 baumwollenes Hemd fĂŒr 5 Felle = 1 Knabenrock fĂŒr 9 Felle = 1 Paar Hosen (1 StĂŒck) fĂŒr 10 Felle = 1 einfache Wolldecke fĂŒr 12 Felle = 1 gestreifte Wolldecke oder 1 Matrosenrock fĂŒr 16 Felle = 1 Kupferkessel fĂŒr 20 Felle = 1 Flinte

Dagegen wurde gerechnet: jeweils 1 Biberfell fĂŒr 3 Zobelfelle, 1 Luchsfell oder 1 Otterfell oder 4 Biberfelle fĂŒr 1 Silberfuchsfell

Der Gewinn bei einzelnen Sachen war gewaltig. Wurde mit Zobeln oder SilberfĂŒchsen bezahlt, so brachten verschiedene der ausgehandelten Waren beim spĂ€teren Verkauf genau so viel Pfund Sterling, wie sie beim Einkauf einmal in Pence gekostet hatten.cite-ref-59[58]

‱ An dem russischen Handelsplatz Kiachta wurden auch amerikanische Biber gehandelt, weil der eigene Anfall den Bedarf nicht deckte:

1775 = 46.460 Felle; 1776 = 27.700 Felle; 1777 = 27.136 Felle.
Als schönste Felle galten in Kiachta die Felle aus der Hudsonsbay, fĂŒr die 7 bis 20 Rubel bezahlt wurde.
In Petersburg betrug der Durchschnittspreis der schönsten Felle aus der Hudsonsbai dann 70 bis 90 Rubel, von den geringeren kanadischen Sorten 30 bis 75 Rubel fĂŒr 10 Felle, die kleinen oder Jungtierfelle 20 bis 35 Rubel.cite-ref-60[59]

‱ 1797 brachte die Northwest Company 106.000 Biberfelle und einen Posten Bibergail zum Verkauf. Im gleichen Jahr sandte die Gesellschaft 13.364 Biberfelle direkt nach China zum Verkauf ĂŒber die Vereinigten Staaten.cite-ref-61[60]

‱ 1855 Einfuhr von Biberfellen nach London:cite-ref-62[61]

| Aus den LĂ€ndern der Hudson’s Bay Company | Aus den LĂ€ndern der Hudson’s Bay Company | | Aus Alaska, Oregon, Kanada etc. | Aus Alaska, Oregon, Kanada etc. |
|---|---|---|---|---|
| StĂŒck | Wert â‚€ | | StĂŒck | Wert â‚€ |
| 69.376 | 25.480 | | 6.078 | 4.780 |

‱ 1875 Einfuhr von Biberfellen nach London:cite-ref-63[62]

| Aus den LĂ€ndern der Hudson’s Bay Company | Aus den LĂ€ndern der Hudson’s Bay Company | | Aus Alaska, Kanada und dem Nordwesten der USA, von KleinhĂ€ndlern gekauft und in London verkauft | Aus Alaska, Kanada und dem Nordwesten der USA, von KleinhĂ€ndlern gekauft und in London verkauft |
|---|---|---|---|---|
| StĂŒck | Wert â‚€ | | StĂŒck | Wert â‚€ |
| 270.903 | 293.850 | | 65.941 | 48.647 |

‱ 1907–1909 betrug die Welt-Durchschnittsproduktion von Biberfellen in Amerika etwa 80.000, in Asien etwa 1000, in Europa waren es nur wenige StĂŒck.cite-ref-64[63]
‱ 1924, brachte die Hudson’s Bay Company auf der MĂ€rz/April-Auktion 12.007 Biberfelle zum Verkauf, fĂŒr die Auktionen im Januar und Oktober ist kein Angebot vermerkt.cite-ref-65[64]
‱ 1924. Biberfelle. Aus den Auktions-Preislisten der Hudson’s Bay Company:cite-ref-66[65]

| Auktion 28./29. Januar 1924 | Auktion 28./29. Januar 1924 | Auktion 28./29. Januar 1924 | Auktion 28./29. Januar 1924 |
|---|---|---|---|
| 17.406 Felle | Y (York) | MR-FM (Mooseriver Factory-[FM?]) | FG (Fort George) |
| I | 135/– | 140/– 142/– | 150/– |
| I medium ʅ I small ʃ | 60/– | 96/– 98/,- 58,- | 76/– |
| II | 122/– 124/– | 130/– | 135/– |
| II medium | 70/– | 84/– 86/– | 82/– |
| II small | 48/– | 50/– 52/– | 82/– |
| III | — | 90/– | — |
| III medium | — | — | — |
| III small | — | 42/– | — |
| Damaged | 95/– | 106/– 114/– | 125/– |
| Damaged medium | 64/– | 72/– | 66/– |
| Damaged small | 32/– | 38/– | 66/– |

| Auktion 31. MĂ€rz und 1. April 1924 | Auktion 31. MĂ€rz und 1. April 1924 | Auktion 31. MĂ€rz und 1. April 1924 | Auktion 31. MĂ€rz und 1. April 1924 |
|---|---|---|---|
| 12.007 Felle | YF & c. (York Fort) | Can. & c. (Kanada) | |
| I | 115/– | 134/– | |
| I medium ʅ I small ʃ | 66/– ʅ ʃ | 70/– | |
| II | 107/– 109/– | 111/– 114/– | |
| II medium | 68/– 70/– | 68/– 70/– | |
| II small | 42/– 43/– | 44/– 47/– | |
| III | 78/– | 82/– | |
| III medium | — | 58/– | |
| III small | 31/– | 38/– | |
| Damaged | 95/– | 98/– | |
| Damaged medium | 70/– | 76/– | |
| Damaged small | 35/– | 38/– | |

| Die Weltproduktion an Biberfellen zur Pelzproduktion betrug (SchÀtzungen) [ 2 ] | Die Weltproduktion an Biberfellen zur Pelzproduktion betrug (SchÀtzungen) [ 2 ] | Die Weltproduktion an Biberfellen zur Pelzproduktion betrug (SchÀtzungen) [ 2 ] |
|---|---|---|
| 1864 | (Lomer) | — |
| 1900 | (Larisch-Schmidt) | 85.000 |
| 1923/24 | (E. Brass) | 20.000 |
| 1930 | IPA – Internationale Pelzfach-Ausstellung | 150.000 |
| 1950 | Das Pelzgewerbe 1953, Nr. 1, LĂŒbstorff | 425.000 |

‱ 1925 bot der RauchwarengroßhĂ€ndler Jonni Wende an: Biber: Gerupfte und hochgeschorene, nach GrĂ¶ĂŸe 80 bis 250 Reichsmark.cite-ref-67[66]
‱ 1947 ĂŒbergab die Hudson’s Bay Company der englischen Thronfolgerin Elisabeth II. zu ihrer VermĂ€hlung einen „kostbaren hellfarbigen Bibermantel in der neuesten modischen Form mit weitem RĂŒcken und noch weiteren BischofsĂ€rmeln; die Felle dazu stammten aus dem River-Distrikt.“cite-ref-hinze-12-3[12]
‱ 1963 hatte der Biberbestand in der Russischen Sozialistischen Föderativen Sowjetrepublik und der Weißrussischen Sozialistischen Sowjetrepublik soweit zugenommen, dass man in der Saison 1963/64 probeweise eine Jagd organisierte. Geplant war der Fang von 1400 Exemplaren, die tatsĂ€chliche Ausbeute betrug 537. Als Hauptgrund fĂŒr das geringe Ergebnis wurde die Unerfahrenheit des grĂ¶ĂŸten Teils der JĂ€ger in der Biberjagd angenommen. In den vier Territorien, in denen die JĂ€ger zuvor eine Anleitung bekommen hatten, war das Ergebnis besser oder entsprach der Planung.cite-ref-68[67]
‱ 1972 war der Fellanfall in Nordamerika etwa 500.000, 1968 etwa 600.000 StĂŒck (davon aus Kanada ĂŒber 400.000).cite-ref-fr-nkel-18-6[18]

Anmerkung

cite-note-anmerkung1-28Anmerkung 1. ↑ Die angegebenen vergleichenden Werte (Koeffizienten) sind das Ergebnis vergleichender PrĂŒfung durch KĂŒrschner und RauchwarenhĂ€ndler in Bezug auf den Grad der offenbaren Abnutzung. Die Zahlen sind nicht eindeutig, zu den subjektiven Beobachtungen der Haltbarkeit in der Praxis kommen in jedem Einzelfall Beeinflussungen durch Gerbung und Veredlung sowie zahlreiche weitere Faktoren hinzu. Eine genauere Angabe könnte nur auf wissenschaftlicher Grundlage ermittelt werden. Die Einteilung erfolgte in Stufen von jeweils zehn Prozent. Die nach praktischer Erfahrung haltbarsten Fellarten wurden auf 100 Prozent gesetzt.

Siehe auch

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: Biberfelle

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: Bekleidung aus Biberfellen

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: Biberfellverarbeitung

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‱ Pelz

Einzelnachweise

cite-note-11. ↑ North American Fur Auctions 30. Mai bis 25. Juni 2019. In: Pelzmarkt – Newsletter des Deutschen Pelzverbandes Juli 2019, Frankfurt am Main, S. 3.
cite-note-biber-und-fellwerk-22. ↑ Paul Schöps in Verbindung mit Kurt HĂ€se Friedrich Hering und Fritz Schmidt: Der Biber und sein Fellwerk. In: Das Pelzgewerbe 1956, Nr. 6, Jg. VII/Neue Folge, Hermelin-Verlag Dr. Paul Schöps, Berlin, Leipzig, S. 222–235.
cite-note-lorenz-33. ↑ Friedrich Lorenz: Rauchwarenkunde. 4. Auflage. Verlag Volk und Wissen, Berlin 1958, S. 51 (hier Nutzung zu PelzgegenstĂ€nden seit etwa 1850).
cite-note-44. ↑ Bruno Schier: Wege und Formen des Ă€ltesten Pelzhandels. Archiv fĂŒr Pelzkunde Band 1, Verlag Dr. Paul Schöps, Frankfurt am Main 1951, S. 22. Inhaltsverzeichnis. PrimĂ€rquelle: Ibn JĂ»suf Nezāmi, IskandernĂąmeh, Ausgabe der Chamse, Bombay 1887, S. 400.
cite-note-55. ↑ Bruno Schier: Wege und Formen des Ă€ltesten Pelzhandels. Archiv fĂŒr Pelzkunde Band 1, Verlag Dr. Paul Schöps, Frankfurt am Main 1951, S. 38. PrimĂ€rquelle: Ibn al-Faqih. Hrsg. von J. M. Goeje, S. 270.
cite-note-66. ↑ Bruno Schier: Wege und Formen des Ă€ltesten Pelzhandels. Archiv fĂŒr Pelzkunde Band 1, Verlag Dr. Paul Schöps, Frankfurt am Main 1951, S. 38. PrimĂ€rquelle: Abu AbdallĂąh JĂąqĂ»t: Geographisches Wörterbuch Hrsg. von WĂŒstenfeld, Leipzig 1866 ff., I, S. 113.
cite-note-77. ↑ Bruno Schier: Wege und Formen des Ă€ltesten Pelzhandels. Archiv fĂŒr Pelzkunde Band 1, Verlag Dr. Paul Schöps, Frankfurt am Main 1951, S. 38–39 (voller name bei Schier „Abu-l-QĂąsim Ibn Hauqal“). PrimĂ€rquelle: M. J. de Goeje: Bibliotheca geographorum Arabicorum, II. Band, Leiden 1873, S. 281.
cite-note-88. ↑ Bruno Schier: Wege und Formen des Ă€ltesten Pelzhandels. Archiv fĂŒr Pelzkunde Band 1, Verlag Dr. Paul Schöps, Frankfurt am Main 1951, S. 38. PrimĂ€rquelle: Dimeschqi: Kosmographie. Hrsg. von FrĂ€hn und Mehren, S. 145.
cite-note-99. ↑ Bruno Schier: Wege und Formen des Ă€ltesten Pelzhandels. Archiv fĂŒr Pelzkunde Band 1, Verlag Dr. Paul Schöps, Frankfurt am Main 1951, S. 38. PrimĂ€rquellen z. B.: AbdallĂąh Muhammed el IdrĂźsĂź, hrsg. von A. Jaubert, Paris 1836 ff., I., S. 50; Ibn FoßlĂąn (FadlĂąn), hrsg. von Chr. M. FrĂ€hn, Petersburg 1823, S. 57; vgl. Jacob, Handelsartikel, S. 45.
cite-note-1010. ↑ Bruno Schier: Wege und Formen des Ă€ltesten Pelzhandels. Archiv fĂŒr Pelzkunde Band 1, Verlag Dr. Paul Schöps, Frankfurt am Main 1951, S. 38. PrimĂ€rquelle: HĂĄkonar saga HĂĄkonarsonar. Hrsg. von G. Vigfusson, Christiana 1887, S. 319; vgl. Norwegische Königsgeschichten, ĂŒbersetzt von Felix Niedner, Jena 1925, Band 2.
cite-note-1111. ↑ Bruno Schier: Wege und Formen des Ă€ltesten Pelzhandels. Archiv fĂŒr Pelzkunde Band 1, Verlag Dr. Paul Schöps, Frankfurt am Main 1951, S. 38. Mehrere PrimĂ€rquellen.
cite-note-hinze-1212. ↑ Gustav Hinze: Der Biber. Akademie-Verlag, Berlin 1950, S. 182–189.
cite-note-wiggert-1313. ↑ Fritz Wiggert: Entstehung und Entwicklung des Altschlesischen KĂŒrschnerhandwerks mit besonderer BerĂŒcksichtigung der KĂŒrschnerzĂŒnfte zu Breslau und Neumarkt (Originaltext). Breslauer KĂŒrschnerinnung (Hrsg.), 1926, S. 112.
cite-note-1414. ↑ Brass, S. 193–194.
cite-note-1515. ↑ Reinhold Stephan: Zur Geschichte des Rauchwaren-Handels im Altertum und Mittelalter und die Erschließung des russisch-asiatischen Raumes vom 16.–18. Jahrhundert. Inaugural-Dissertation UniversitĂ€t Köln 1940, S. 94. PrimĂ€rquelle: Juri Semjonow: Die Eroberung Sibiriens, Berlin 1937, S. 222.
cite-note-1616. ↑ Bruno Schier: Wege und Formen des Ă€ltesten Pelzhandels. Archiv fĂŒr Pelzkunde Band 1, Verlag Dr. Paul Schöps, Frankfurt am Main 1951, S. 38. PrimĂ€rquellen: Juri Semjonow, Die Eroberung Sibiriens. Berlin 1937, S. 33; Josef Kulischer: Russische Wirtschaftsgeschichte, Jena 1925, S. 273 f.; Wedenskij, Anika Stroganow: Ein Handelshaus des 16. bis 17. Jahrhunderts = DenkmĂ€ler zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte Rußlands, Moskau 1924.
cite-note-1717. ↑ Reinhold Stephan: Zur Geschichte des Rauchwaren-Handels im Altertum und Mittelalter und die Erschließung des russisch-asiatischen Raumes vom 16.–18. Jahrhundert. Inaugural-Dissertation UniversitĂ€t Köln 1940, S. 87. Inhaltsverzeichnis.
cite-note-fr-nkel-1818. ↑ Christian Franke/Johanna Kroll: Jury FrĂ€nkel’s Rauchwaren-Handbuch 1988/89. 10. ĂŒberarbeitete und ergĂ€nzte Neuauflage, Rifra-Verlag Murrhardt, S. 185–191.
cite-note-brass-1919. ↑ Emil Brass: Aus dem Reiche der Pelze. Verlag der „Neuen Pelzwaren-Zeitung und KĂŒrschner-Zeitung“, Berlin 1911, S. 597–603.
cite-note-brass-1925-2020. ↑ Emil Brass: Aus dem Reiche der Pelze, 2. verbesserte Auflage. Verlag der „Neuen Pelzwaren-Zeitung und KĂŒrschner-Zeitung“, Berlin 1925, S. 42–43, 64.
cite-note-2121. ↑ Reinhold Stephan: Zur Geschichte des Rauchwaren-Handels im Altertum und Mittelalter und die Erschließung des russisch-asiatischen Raumes vom 16.–18. Jahrhundert. Inaugural-Dissertation UniversitĂ€t Köln 1940, S. 131. SekundĂ€rquellen K. R. v. Baer: Nachrichten aus Sibirien und der Kirgisen-Steppe. St. Petersburg 1845, S. 208. Vgl. auch Unterricht von dem russischen Handel wie solcher mit aus- und eingehenden Waren 1674 durch ganz Rußland getrieben worden. In BĂŒschings Magazin fĂŒr die neuere Historie u. Geographie, 3. Teil, Hamburg 1769, S. 349.
cite-note-2222. ↑ N. Dawaa, M. Nicht, G. SchĂŒnzel: Über die Pelztiere in der Mongolischen Volksrepublik (MVR). In: Das Pelzgewerbe, 1971, Nr. 1, Jg. XXI, Neue Folge, Hermelin-Verlag Dr. Paul Schöps, Berlin, Wien, S. 8.
cite-note-2323. ↑ Paul Larisch, Josef Schmid: Das KĂŒrschner-Handwerk II. Teil, Selbstverlag Paris 1903, S. 13.
cite-note-2424. ↑ Paul Larisch, Josef Schmid: Das KĂŒrschner-Handwerk II. Teil, Selbstverlag Paris 1903, S. 2.
cite-note-2525. ↑ Ohne Autorenangabe: In Memoriam Mark Weaver. In: Fur Review, London, Juni 1981, S. 29 (englisch). Zitat: Mark, and subsequently his large family of descendents, have spent the equivalent of many lifetimes perfecting, first the breeding of Beaver in captivity and their mutations. It has been an exceedingly difficult undertaking which has caused so many heartbreaks and disillusionment that less, dedicated people would had given up or stayed with traditional farming. It is therefore particularly disappointing to his sons that Mark did not survive just a little longer to see matched bundles of prime mutated Beaver manufactured into unit garments.
cite-note-2626. ↑ Ohne Autorenangabe: Biberzucht auf lange Sicht. In: Die Pelzwirtschaft Heft 11, Berlin November 1960, S. 474.
cite-note-pelztieratlas-2727. ↑ Heinrich Dathe und Paul Schöps unter Mitarbeit von elf Fachwissenschaftlern: Pelztieratlas. VEB Gustav Fischer Verlag Jena, 1986, S. 115–120.
cite-note-haltbarkeitskoeffizient-2928. ↑ Paul Schöps; H. Brauckhoff, Stuttgart; K. HĂ€se, Leipzig, Richard König, Frankfurt am Main; W. Straube-Daiber, Stuttgart: Die Haltbarkeitskoeffizienten der Pelzfelle in Das Pelzgewerbe, Jahrgang XV, Neue Folge, 1964, Nr. 2, Hermelin Verlag Dr. Paul Schöps, Berlin/Frankfurt am Main/Leipzig/Wien, S. 56–58.
cite-note-schedel-3029. ↑ D. Johann Heinrich Moritz Poppe: Johann Christian Schedels neues und vollstĂ€ndiges Waaren-Lexikon. Erster Teil A bis L, Vierte Auflage, Verlag Carl Ludwig Brede, Offenbach am Mayn 1814. Stichwort „Biber“.
cite-note-3130. ↑ Bernd Klebach: Der BrĂŒhl, die Niddastraße, das Pelzzentrum, Erinnerungen an 35 Jahre Rauchwarenbranche. Selbstverlag, Juni 2006, S. 16.
cite-note-hba-3231. ↑ Hudson’s Bay and Annings Ltd. (Hrsg.): The HBA Book of Furs, ohne Datum, ca. vor 1967? (englisch).
cite-note-brockhaus-1841-3332. ↑ F. A. Brockhaus: Allgemeine EnzyklopĂ€die der Wissenschaften und KĂŒnste. Herausgegeben von J. S. Ersch und I. G. Gruber, Leipzig 1841. Dritte Section O–Z, Stichwort „Pelze“.
cite-note-3433. ↑ Corrosion-doctors: Mercury mad hatter (englisch) zuletzt abgerufen am 10. April 2012.
cite-note-3534. ↑ Weltausstellung 1851, London. - Sect. III. Class 16. Leather, saddlery and harness, skins, fur, and hair. S. 530 (englisch). Abgerufen am 13. MĂ€rz 2022.
cite-note-chr-h-schmidt-3635. ↑ Christian Heinrich Schmidt: Die KĂŒrschnerkunst. Verlag B. F. Voigt, Weimar 1844, S. 6–7.
cite-note-3736. ↑ Paul Larisch, Josef Schmid: Das KĂŒrschner-Handwerk II. Teil, Selbstverlag Paris 1903, S. 54.
cite-note-3837. ↑ Bernd Klebach: Der BrĂŒhl, die Niddastraße, das Pelzzentrum. Erinnerungen an 35 Jahre Rauchwarenbranche. Selbstverlag, Juni 2006, S. 16.
cite-note-cubaeus2-3938. ↑ Paul Cubaeus, Alexander Tuma: Das Ganze der KĂŒrschnerei. 2. Auflage, A. Hartleben’s Verlag, Wien, Leipzig 1911. S. 306.
cite-note-4039. ↑ Paul Larisch, Joseph Schmid: Das KĂŒrschner-Handwerk 1. Jg. Nr. 1, Selbstverlag, Paris 1902, S. 33.
cite-note-materialbedarf-4140. ↑ Paul Schöps u. a.: Der Materialbedarf fĂŒr Pelzbekleidung. In: Das Pelzgewerbe Jg. XVI/Neue Folge 1965 Nr. 1, Hermelin-Verlag Dr. Paul Schöps, Berlin u. a., S. 7–12. Anmerkung: Die Angabe fĂŒr ein Body erfolgte nur, um die Fellsorten besser vergleichbar zu machen. TatsĂ€chlich wurden nur fĂŒr kleine (bis etwa BisamgrĂ¶ĂŸe) sowie fĂŒr jeweils gĂ€ngige Fellarten Bodys hergestellt, außerdem fĂŒr FellstĂŒcken. Folgende Maße fĂŒr ein Mantelbody wurden zugrunde gelegt: Körper = Höhe 112 cm, Breite unten 160 cm, Breite oben 140 cm, Ärmel = 60 × 140 cm.
cite-note-pelzlexikon-4241. ↑ Alexander Tuma: Pelz-Lexikon. Pelz- und Rauhwarenkunde. XXII. Band. Verlag Alexander Tuma, Wien 1949.
cite-note-k-rschner-zeitung-1926-07-4342. ↑ Ohne Autorenangabe: Vom Biber und seiner Verwendung. In: KĂŒrschner-Zeitung Nr. 21 vom 21. Juli 1926, Verlag Alexander Duncker, Leipzig, S. 744d.
cite-note-geschichte-der-k-rschnerei-4443. ↑ Alexander Tuma: Die Geschichte der KĂŒrschnerei. Verlag Alexander Tuma, Wien 1967, S. 219.
cite-note-4544. ↑ Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3D%7B%7B%7B1%7D%7D%7D~GB%3D~IA%3Dausdemreichederp00bras~MDZ%3D%0A~SZ%3D~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D
cite-note-4645. ↑ Reinhold Stephan: Zur Geschichte des Rauchwaren-Handels im Altertum und Mittelalter und die Erschließung des russisch-asiatischen Raumes vom 16.–18. Jahrhundert. Inaugural-Dissertation UniversitĂ€t Köln 1940, S. 125–128. PrimĂ€rquelle: Kilburger: Unterricht von dem russischen Handel wie solcher mit aus- und eingehenden Waren 1674 durch ganz Rußland getrieben worden. In BĂŒschings Magazin fĂŒr die neuere Historie u. Geographie, 3. Teil, Hamburg 1769, S. 245 ff.
cite-note-4746. ↑ Brass 1925 (s. dort), S. 396.
cite-note-4847. ↑ Brass 1925 (s. dort), S. 395.
cite-note-4948. ↑ Brass 1925 (s. dort), S. 268.
cite-note-5049. ↑ Siehe auch H. M. R.: The Furs we wear. Absatz The Decline in Demand For Beaver Fur Skins. In The Museum of the Fur Trade. Bd. 9, Spring 1973, Nr. 1, Chadron/Nebraska, S. 6. – PrimĂ€rquelle, Zitat: „This dispatch from Winnipeg November 9, 1877 to the New York Evening Post shows that the fur trade was still lively operation in Western Canada in the 1870's.“ (englisch).
cite-note-5150. ↑ Brass 1925 (s. dort), S. 268.
cite-note-5251. ↑ Brass 1925 (s. dort), S. 268.
cite-note-5352. ↑ Brass 1925 (s. dort) S. 398–405, Einfuhrliste der Hudson’s Bay Company nach London in den Jahren 1752–23, Einfuhrliste der Hudson’s Bay Comoany in London 1891-1910 und im Jahr 1923, S. 414–416.
cite-note-5453. ↑ Reinhold Stephan: Zur Geschichte des Rauchwaren-Handels im Altertum und Mittelalter und die Erschließung des russisch-asiatischen Raumes vom 16.–18. Jahrhundert. Inaugural-Dissertation UniversitĂ€t Köln 1940, S. 127. PrimĂ€rquelle: Kilburger: Unterricht von dem russischen Handel wie solcher mit aus- und eingehenden Waren 1674 durch ganz Rußland getrieben worden. In BĂŒschings Magazin fĂŒr die neuere Historie u. Geographie, 3. Teil, Hamburg 1769, S. 245 ff.
cite-note-5554. ↑ Reinhold Stephan: Zur Geschichte des Rauchwaren-Handels im Altertum und Mittelalter und die Erschließung des russisch-asiatischen Raumes vom 16.–18. Jahrhundert. Inaugural-Dissertation UniversitĂ€t Köln 1940, S. 128. PrimĂ€rquelle J. G. KrĂŒnitz: Ökonomisch-Technologische EncyclopĂ€die 128 u. 129. Teil, Berlin 1820/21, Artikel Rußland. Rheinisches Conversations-Lexikon, Cöln 1835, 10. Bd., S. 268, Artikel Rußland.
cite-note-5655. ↑ Reinhold Stephan: Zur Geschichte des Rauchwaren-Handels im Altertum und Mittelalter und die Erschließung des russisch-asiatischen Raumes vom 16.–18. Jahrhundert. Inaugural-Dissertation UniversitĂ€t Köln 1940, S. 126. PrimĂ€rquelle K. R. v. Baer: Nachrichten aus Sibirien und der Kirgisen-Steppe. St. Petersburg 1845, S. 133.
cite-note-5756. ↑ Brass 1925 (s. dort) S. 406–413, Einfuhr amerikanischer Rauchwaren nach London in den Jahren 1752-1890.
cite-note-5857. ↑ Brass 1925 (s. dort), S. 417–420.
cite-note-5958. ↑ Brass 1925 (s. dort), S. 345–346.
cite-note-6059. ↑ Brass 1925 (s. dort), S. 169.
cite-note-6160. ↑ Brass 1925 (s. dort), S. 272.
cite-note-6261. ↑ Brass 1925 (s. dort), S. 425.
cite-note-6362. ↑ Brass 1925 (s. dort), S. 426.
cite-note-6463. ↑ Brass 1925 (s. dort), S. 427.
cite-note-6564. ↑ Brass 1925 (s. dort), Seite 544.
cite-note-6665. ↑ Brass 1925 (s. dort), S. 446, 450 Veröffentlicht von P. R. Poland & Son, 110 Queen Victoria Street, London, E. C. 4. Anm.: Die Mooseriver Factory befindet sich am sĂŒdlichen Teil der Hudson-Bay.
cite-note-6766. ↑ Firmenprospekt der Firma Jonni Wende, Rauchwaren en gros, Hamburg/DĂŒsseldorf/Leipzig/New York, August 1925, S. 4.
cite-note-6867. ↑ Ferdinand Wagner: Biberjagd in der Sowjetunion. In: Das Pelzgewerbe 1966 Nr. 5, Jg. XVII/Neue Folge, Hermelin-Verlag Dr. Paul Schöps, Berlin u. a., S. 223–224.